23.2.2015 Montag

Kein Gas heute morgen, die Flasche war leer, also kein Tee.
Um 8h wurden wir abgeholt, im admin office habe ich erstmal 7000 Pesos bekommen für 10 Tage rolling clinic.
Das sind rund €140.-.

Ich bin also auch Kassenwart. Zusätzlich kam noch das Gehalt von beiden area coordinators Dolly und Trinidad. Den Erhalt haben sie mir quittieren müssen.
Einen Tee haben wir auch noch bekommen, Infomappe. Dann emergency kit check und good- bye hospital, see you in 10 days.
Diesmal ein weisser Toyota pick up.
Die Route ging an der Küste entlang die bekannte Strecke nach Baligoan, dann weiter nach Gingoog city, wo wir am Wochenende sind.
Dort haben wir zu Mittag gegessen.
Im Markt haben wir noch eingekauft, habe heute etwa 1000 Pesos ausgegeben.
Dann nach wenigen km bogen wir ab Richtung Berge, anfangs gute Asphaltstraße, dann sehr tief vom Regen durchfurchter Weg. Wir wurden ordentlich durchgeschüttelt.
Im Gegensatz zum Landesinneren ist es hier noch ganz ursprünglich, also alles bewaldet, tropischer Regenwald. Mit Bananenstauden und Kokospalmen durchsetzt.
Dreimal im Jahr Ernte, jetzt ist auch gerade Erntezeit, daraus wird Kokosöl gemacht, wird hauptsächlich zum Kochen verwendet.
Kokoswein gibt es auch, soll aber sehr süß sein.
Unser kleines Dorf mit nur ein paar wenigen hundert Einwohnern heißt Gumbanon.
Wir schlafen 1 Nacht im Barangay office. Allerdings kein Netz, zum ersten Mal eben auch nachts.

Screenshot Gumabon

Unten Vorratskammer offen, eine Treppe höher habe ich eine eigene Kammer des BNS, will heissen barangay nurtrition service.
Da passt mein Dom gerade rein, der Rest steht auf dem gefegten Boden. Die philippinische Bettmatte, banig, wird heute benutzt.
Allerdings muss ich ein bisschen aufpassen, über mir ist ein Loch in der Decke, da ist das Wellblech vom Dach zu sehen und da sind wohl Fledermäuse, die lassen wohl manchmal ein Knödelchen fallen und da machen sich dann kleine Ameisen darüber her. Habe ich mal mit Anti- Brumm forte besprüht, mögen sie hoffentlich nicht!
Die anderen schlafen auf der offenen Veranda unter ihren Moskitonetzen.

image

Mein Zimmer in Gumabon mit Dom

Dann Aufbau, kurze Vorstellung, kurze Beratung in Sachen Hygiene. Ich habe nochmal was zum Thema Dental Hygiene gesagt.
Dolly ist meine Übersetzerin, Nancy an der Apotheke und Doydoy an der Patientenannahme.
Wir hatten nur 13 Patienten. Davon 1 Kind mit knapp 2 Jahren und 8,7kg. 7. Kind, das 8. Kind hat die Mutter schon “im Krankenhaus gelassen”. Das kleine Mädchen isst nur Reis, wenig Gemüse.
Entwurmung, Nutrimix, Vitamine, Eisen. Alle 2 Wochen wiegen, follow up in 6 Wochen.
Dolly meinte, es würden nicht viele kommen wegen des Regens, dabei regnet es nicht viel.

Wir tranken noch zusammen einen Kaffee, dann machte ich einen Spaziergang im Dorf und zum Fluss. Auf der anderen Flusseite leben auch noch ein paar Menschen, aber die sind wohl von der Außenwelt abgeschnitten, wenn der Fluß anschwillt, was in der Regenzeit der Fall ist. Dann kommt das Wasser bis ins Dorf. Ein kleines Mädchen, vielleicht etwa 5 Jahre, durchwatete ganz allein den Fluss und rannte ins Dorf.

image

Blick auf den Dorfplatz Gumabon

image

Bananenallee

Im Dorf habe ich an einem Haus ein kleines BBL- Feld gefunden, Jugendliche spielten an einem selbstgezimmerten Korb, ein älterer Mann schaute vom Balkon des Hauses zu. Das erste Mal, dass ich einen Balkon gesehen habe.
Dann sprach ich 2 Mädchen an, ruckzuck hatte ich 10 Kinder um mich herum, die ich erst einiges fragte. Dann tauten sie auf und stellten mir auch Fragen, z.B. ob ich nicht für immer hier bleiben kann.:?
Ihre Schule ist nur wenige Minuten entfernt, sogar die high school.
Ich erzählte von meiner Familie, meinen 2 Kindern ( ich habe NUR 2). Fotos wollen sie immer sehen.
Dann wurde ich zum Essen gerufen.
An der Feuerstelle haben einige Frauen aus dem Dorf gekocht : unser Schweinefleisch, Suppe mit Gemüse, Reis und Wassermelone.
Die Reste haben sie gegessen.

Der “CR” ist gleichzeitig Dusche, es gibt Quellwasser und der Bottich wird mit einer Leitung gefüllt.
Da habe ich auch geduscht.

Jetzt ist 20.30h, die anderen schnarchen schon.
Man hört nur die Grillen, Frösche, Natur pur. 🌑🌌

Advertisements

Leave a Reply

Fill in your details below or click an icon to log in:

WordPress.com Logo

You are commenting using your WordPress.com account. Log Out /  Change )

Google photo

You are commenting using your Google account. Log Out /  Change )

Twitter picture

You are commenting using your Twitter account. Log Out /  Change )

Facebook photo

You are commenting using your Facebook account. Log Out /  Change )

Connecting to %s